Donnerstag, 11. April 2013

Auf der Osterinsel

Nach etwa 1800 angenehmen Seemeilen seit der Robinson Crusoe Insel sind wir heute mitten in der Nacht auf der Osterinsel angekommen. Irgendwie schaffen wir es immer bei Dunkelheit… also mussten wir mit stark gerefften Segeln von drei Uhr morgens bis Sonnenaufgang im Lee der Insel herum treiben, bis das Licht gut genug war sich der Insel zu nähern. Leider gibt es hier keinen Hafen und auch keine wirklich geschützte Bucht. Die Ankerplätze sind berüchtigt dafür, dass sie unruhig und manchmal sogar gefährlich sind und auf keinen Fall sollte man in Gewässer unter 10 Meter Wassertiefe geraten, weil dort jederzeit brechende Wellen entstehen können. Also mussten wir auf Licht warten, bis wir uns der Insel nähern konnten.
Je nachdem wie der Wind und Welle so stehen, muss man sich hier für das geringste Übel entscheiden. Wir haben im Süden der Insel - in der Vaipu Bucht - geankert. Hier haben wir zwar die langen Wellen, die von den weit entfernten Tiefdruckgebieten im Süden anrollen, dafür sind wir vor dem stärkeren Nordwind geschützt, der in den nächsten Tagen hier sein Unwesen treiben wird. Danach soll der Wind fleißig drehen, also werden wir sicherlich noch einige Male mit Alita umziehen.
Ich hoffe wir finden zwischendrin ein paar Tage Frieden, damit wir uns die Insel ansehen können, ohne ständig Sorge um das Schiff haben zu müssen. Außerdem ist provantieren, Wäsche waschen und die sonstigen Hafentätigkeiten recht schwierig, wenn man wegen meterhoher Wellen nirgendwo mit dem Beiboot anlanden kann.
Die Osterinsel wird auf jedenfall ein tolles Abenteuer.

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