Samstag, 13. Juni 2015

Und wieder Savusavu

Seit ein paar Tagen sind wir in Savusavu, einem kleinen Örtchen im Nordosten von Vanua Levu, der nördlichen der zwei großen Hauptinseln Fidschis. Wir waren letztes Jahr schon ganz kurz zum Einklarieren hier und es hat uns nicht besonders gefallen – zu heiß und stickig, zu viele Mücken, Lärm, schmutziges Wasser  und außerdem  kann man hier rein gar nichts besichtigen oder unternehmen – außer völlig überteuerten Tauchgängen.

Dieses Jahr ist das Klima ein klein wenig angenehmer, denn wir sind nun in der kühleren Jahreszeit. Trotzdem ist es uns weiterhin ein Rätsel, wieso so viele Segler von diesem Ort schwärmen und Monate hier verbringen.  Außer dass es billige Bars und Restaurants gibt, sehen wir keinerlei Vorteile zu anderen Orten in Fidschi - aber viele, viele Nachteile.

Wir sind ausschließlich hier, weil es der beste Absprungort zur Lau-Gruppe ist und der sichere Hafen einen passablen Anschluss zum internationalen Flughafen bietet. Also warten wir hier auf unseren Freund Klaus, der uns die nächsten Wochen in die Lau Gruppe begleiten wird.

Für diejenigen, die es interessiert: Die Katzenmenschen (siehe Post vom 31.10.14) sind immer noch hier und hoffen weiterhin, dass Mavis wieder auftaucht. Da kann man nur viel Glück wünschen.

Jedenfalls haben wir nun mehr als genug überschüssige Zeit, um die paar wenigen Reparaturen und Verbesserungsarbeiten vorzunehmen, die wir in Neuseeland nicht mehr geschafft haben und ich finde endlich die Ruhe von unseren geänderten Plänen zu berichten:

Wir hatten angekündigt, dass wir Ende des Jahres, nach dem Aufenthalt in Vanuata nach Australien weitersegeln und den Südsommer dort verbringen werden. Vielleicht warten ja schon einige von Euch auf konkrete Termine – doch daraus wird leider nichts!

Statt weiter nach Australien zu fahren, werden wir mit Alita zurück nach Neuseeland segeln und sie dort für ein paar Monate einmotten. Die Liegeplätze sind in Neuseeland viel, viel günstiger als in Australien und außerdem haben wir dort gute Freunde, die ein wachsames Auge auf unsere geliebte Yacht haben werden.

Michaela und ich fliegen zu Weihnachten zurück nach Deutschland und werden im Anschluss ein Weilchen dort bleiben. Die Gründe für diesen Entschluss sind vielschichtig: Einerseits bin ich dann vier Jahre permanent auf Alita und hatte in der ganzen Zeit keine Gelegenheit meine Familie und Freunde zu besuchen. Anderseits fällt es uns zunehmend schwerer die Schönheit und Einzigartigkeit der Orte wahrzunehmen, die wir auf unserer Reise zu sehen bekommen. Wir müssen mal wieder ein normales Leben führen, unsere Sinne eichen und – nicht zuletzt – müssen wir auch die Bordkasse auffüllen. (Ich freue mich also über lukrative Jobangebote ab Januar 2016!!)

Die Reise von Alita nach Tasmanien und anschließend nach Alaska geht voraussichtlich 2017 weiter und dann unter geänderten Vorzeichen. Wir werden Gäste nicht mehr auf Wochenbasis an Bord nehmen können, sondern eher Mitsegler, die  uns über längere Etappen begleiten. Das liegt schlicht daran, dass wir ab 2017 fast ausschließlich in sehr entlegenen Gebieten unterwegs sind und Etappen fahren werden, die man nicht Monate im voraus datumsgenau planen kann. Wie es genau weiter geht werde ich Anfang nächsten Jahres planen und veröffentlichen.

2 Kommentare:

  1. Hallo,
    ich war 2005 auf den Fiji-Inseln (als Flugtourist) und habe besonders die Drua im Museum von Suva bewundert. Habt ihr sie auch gesehen? Seid ihr irgendwo alten, echten Outrigger-Kanus begegnet?

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    1. In Fiji habe ich nur auf Fulanga ein wirklich traditionelles Segel Kanu gesehen, aber das ist schon seit Jahren in Bau und wird wohl noch genauso lange brauchen bis es fertig ist.
      Hier in Vanuatu fahren sie fast überall mit traditionellen Einbaum Kanus herum, welche sie überall aus Weichholz selbst bauen. Das Größte das ich gesehen habe liegt in Anelghowhat auf Aneityum am Strand - hat wohl knappe 10 Meter länge.

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